Fest des jungen Weines: Sprachstudien in Rheinhessen

In Gau-Algesheim in Rheinhessen konnte man an diesem Wochenende gar wunderbare Sprachstudien betreiben. Das 67. Fest des jungen Weines lud ein und man tat gut daran, sich dort mit Freunden einzufinden.

67. Fest des jungen Weines in Gau-Algesheim

Dem Connoisseur edler Tropfen ist Rheinhessen mehr als geläufig. Ob sich der Name der Stadt Gau-Algesheim unter Weinkennern gleicher Bekanntheit erfreuen darf, weiß man nicht. An diesem Wochenende war neben dem Wein die sprichwörtliche rheinhessische herzliche Gastfreundschaft mehr das Thema.

Auf den Höfen der Innenstadt treffen sich Weinfreunde aus der Stadt und aus dem Umland. Hier am Stand des Johannishofs am Rande der Innenstadt beginnt das Fest des jungen Weines und zieht sich bis zum Marktplatz hin.

Auf den Höfen der Innenstadt treffen sich Weinfreunde aus der Stadt und aus dem Umland. Hier am Stand des Johannishofs am Rande der Innenstadt beginnt das Fest des jungen Weines und zieht sich bis zum Marktplatz hin.

Wen es dorthin gezogen hat, der hatte Gelegenheit die gemütliche Klangfarbe des Rheinhessischen Dialekts kennenzulernen. Besucht man ein Weinfest, dann setzt man sich zu den Gästen an den Tisch und wird alsogleich willkommen geheissen. Das ist in anderen Regionen nicht so und man sollte es hier genießen. Das Willkommen ist echt und kommt von Herzen. An der Sprache erkennt man den sogenannten „Messfremden“ recht schnell und man ist nur gar zu gerne bereit, ihm (oder ihr) einen besonders angenehmen Aufenthalt zu bereiten. Für den Sprachinteressierten ergibt sich durch die schnell einsetzende Konversation eine gute Gelegenheit, das eigene Sprachrepertoir zu erweitern und ein paar wichtige Sätze „Rhoihessisch“ hinzuzufügen.

Das Fest des jungen Weines findet in Gau-Algesheim im Zentrum der Stadt und vor allem auf dem Marktpatz vor dem Rathaus statt. Dort wirkt Gau-Algesheim nicht großstädtisch, sondern mehr gemütlich ländlich. Der Metzger am Rande des Marktplatzes hat geöffnet und verkäuft Schnitzelbrötchen, bei denen das Schnitzel eigentlich für 4-5 Brötchen gereicht hätte. Das benachbarte Eiscafé Napolitano hat ebenfalls geöffnet, wie auch die ganzen anderen umliegenden Geschäfte Möglichkeiten gefunden haben, Gutes zum Fest anzubieten. Vom Kartoffelpuffer bis zur Pizza ist da vieles dabei.

Für alle noch Unentschlossenen: In 2019 wird es wieder ein Fest des Jungen Weines geben. Das nächste Mal sollte man dabei sein. Zum Einstimmen hier noch ein paar Fotos vom diesjährigen Fest des jungen Weines in Gau-Algesheim.

Das Rathaus ist beleuchtet. Am Fuße seiner Mauern sitzt der Rheinhesse und erfreut sich am Gespräch mit dem Tischnachbarn und dem Wein.

Das Rathaus ist beleuchtet. Am Fuße seiner Mauern sitzt der Rheinhesse und erfreut sich am Gespräch mit dem Tischnachbarn und dem Wein.

Der Rheinhesse versteht auch zu genießen. Im Weinzelt und vor allem davor bietet der Bistro-Stand "Timorossi" Leckeres zum Vino. Auf dem Fest des jungen weines kommt man auf seine Kosten.

Der Rheinhesse versteht auch zu genießen. Im Weinzelt und vor allem davor bietet der Bistro-Stand „Timorossi“ Leckeres zum Vino. Auf dem Fest des jungen weines kommt man auf seine Kosten.

Im Festzelt der "8 Winzer" darf ein guter Tropfen Wein nicht fehlen. Es muss kein junger sein. Es genügt, auf den jungen Wein anzustoßen. Prosit!

Im Festzelt der „8 Winzer“ darf ein guter Tropfen Wein nicht fehlen. Es muss kein junger sein. Es genügt, auf den jungen Wein anzustoßen. Prosit!

Urig-würziges Brot in meterlangen Laiben am Bistrostand vor dem Weinzelt.

Urig-würziges Brot in meterlangen Laiben am Bistrostand vor dem Weinzelt.

Auch die den Marktplatz umgebenden Häuser bekommen etwas von dem farbigen Lichterglanz ab.

Auch die den Marktplatz umgebenden Häuser bekommen etwas von dem farbigen Lichterglanz ab.

Gegen den dunklen Nachthimmel wirkt das illuminierte Rathaus besonders.

Gegen den dunklen Nachthimmel wirkt das illuminierte Rathaus besonders.


Bildnachweis: © alle schwarzer.de

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Leave A Reply